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Elternbrief im Februar 2012

13.02.2012, 18:16

Sehr geehrte, liebe Eltern,

es vergeht kaum ein Tag an dem die Medien nicht über Bildung und Schulen berichten. 
Ein zentrales Thema dieses Frühjahrs ist die Tatsache, dass demnächst wieder Grundschulem¬pfehlungen zum Ende der Klasse vier ausgesprochen werden, diese aber in Baden-Württemberg für die Wahl der Eltern zu einer weiterführenden Schule erstmals nicht mehr verbindlich sind.

Selbstverständlich verschließt sich auch unsere Verbundschule nicht sinnvollen Veränderungen. So werden sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse R8b demnächst als erste Realschulklasse mit einer AC-Kompetenz-analyse beschäftigen. Dabei steht AC für Assessmentcenter und meint in der Wirtschaft entwickelte Verfahren zur Feststellung von Verhaltensleistungen. Dieses Verfahren zeigt Schülern, Eltern und Lehrkräften Stärken und individuelle Interessen eines Kindes auf und wird unter anderem bei der Berufs¬findung sehr hilfreich sein.

Die demographische Entwicklung, die von einem deutlichen Geburtenrückgang geprägt ist, sowie gesell-schaftliche Veränderungen werden verständlicherweise auch in unserer Region zu Diskussionen führen, welche schulpolitischen Weichenstellungen zukunftsfähig sind. Für uns gilt das Motto: Bewährtes bewahren und Neues beginnen. 
Entsprechend ist unsere einzügige Hauptschule, die mit dem Bildungsplan der Werkrealschule arbeitet, derzeit unter anderem deshalb gut aufgestellt, da der Hauptanteil ihrer Abgänger durch Besuch der 2-jährigen Berufsfachschule eine qualifizierte mittlere Reife erwirbt. Für alle Hauptschüler wird in den Klassen 5 bis 9 eine gezielte Berufsorientierung durchgeführt. Da auch für Hauptschüler keine formalen Schulbezirke mehr üblich sind, kann unsere Hauptschule gerne auch von Schülerinnen und Schülern aus der Umgebung besucht werden. Wer einen Einblick in die Arbeitsweise unserer Hauptschule erhalten möchte, darf uns gerne am Gesamtelternabend der Hauptschule (13. März 2012) besuchen. Die Eltern erhalten hierzu rechtzeitig eine Einladung; Schulfremde werden aus Kapazitätsgründen um vorherige telefonische Anmeldung im Schulsekretariat gebeten.

Die dreizügige Realschule steht für eine seit Jahrzehnten bewährte Schulform, die bei Eltern und in der Wirtschaft hohes Ansehen geniest. Mehr als ein Drittel ihrer Abgänger bringt die Voraussetzung zum Besuch eines Beruflichen Gymnasiums mit und erwirbt dort die allgemeine Hochschulreife. Für diesen Bildungsweg ist unsere Realschule seit Einrichtung des bilingualen Zuges geradezu prädestiniert.

Weitere Stärken unserer Schule sind ein ausgewogenes pädagogisches Jahresprogramm, das für jedes Schuljahr mindestens ein größeres pädagogisches Projekt vorsieht und so die Schule nicht nur zum Lernort macht, sondern auch zum gestalteten Lebensraum für die schulische Gemeinschaft. 
Dankbar sind wir ebenso für die tägliche Unterstützung durch die Schulsozialarbeiterin, Frau Schmelzle. Sie trägt sehr zum Gelingen der freiwilligen Ganztagesschule bei und unterstützt Klassen bei der Bildung einer guten Klassengemeinschaft. Im Rahmen sogenannter Einzelfallhilfen fördert sie Kinder und Jugendlich nachhaltig bei individuellen Problemen. Auch Frau Schmelze arbeitet nach dem Grundsatz Starke fördern und Schwache stärken. 
Seit kurzem ist Frau Tabea Cramme für die Stadt Wildberg als Koordinatorin für Erziehung und Bildung tätig. Bei ihr laufen die Fäden der Kindergärten und Schulen zusammen und ihr Einsatz verdeutlicht, dass von Seiten der Stadt dem Thema Erziehung und Bildung ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt wird. Insofern sind wir auch guter Hoffnung, dass das Mittagessen-Angebot über den Ganztagesbereich hinaus demnächst konkrete Formen annehmen wird. 
Unsere Schule überzeugt ebenfalls durch ihre sächliche Ausstattung. Beispielsweise haben wir inzwischen drei voll funktionsfähige IT-Räume mit insgesamt 48 Schülerarbeitsplätzen. Der als Multifunktionsraum nutzbare Physiksaal erlaubt sowohl naturwissenschaftliches Arbeiten mit guter Materialausstattung als auch einen Einsatz als Laptop-Klassenzimmer mit allen üblichen EDV-Funktionen. Viele Klassenzimmer können mittels Objektkamera und Beamer Unterrichtsinhalte in zeitgemäßer Form präsentieren und sind dem herkömmlichen Tageslichtprojektor um vieles überlegen.

Im Frühjahr wird durch Zusammenarbeit von Bauhof und Schule, die sog. Turnhallen-Wiese den Pausenhof als Spiel- und Rückzugsraum für den Pausen-Aufenthalt ergänzen. Der Bauhof sorgt für den Wegebau und das Anbringen einer Sitzgruppe. Die Klasse R7a hat sich als WVR-Projektgruppe zur Schulhofgestaltung vieles überlegt und unter anderem bereits mehrere Spielgeräte als Modell entworfen. Gemeinsam werden Schule und Stadt dafür Sorge tragen, dass das eine oder andere Modell als wirkliches Objekt (z. B. eine Korbschaukel) auch ausgeführt wird.

Alle interessierten Eltern sind herzlich zu unserem Informationsnachmittag am 6. März 2012 ab 14.30 Uhr eingeladen. Sie können dabei selbst vor Ort einen Eindruck von der unterrichtlichen und pädagogischen Arbeit an unserer Schule gewinnen. Ebenso ist bei diesem Rundgang ein Blick auf die Räume und sächliche Ausstattung möglich.


Mit freundlichen Grüßen
gez. Siegfried Schönthaler

 

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