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Bildungszentrum Wildberg

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Artikel vom 17.02.2020

Pong, Scratch und mBot

Betritt man als informationstechnischer Laie die IT-Räumlichkeiten am Bildungszentrum in Wildberg, so finden sich dort immer häufiger Schülergruppen der siebten Klassen, die mit großem Interesse an der Programmierung einfacher Computerspiele arbeiten. Nicht selten kommt es beispielsweise vor, dass während des Unterrichtes mit der Programmiersprache „Scratch“ gearbeitet wird und Spiele wie „Pong“ oder „Flappy Bird“ entstehen. Ob die Programmierung dabei korrekt und anwenderfreundlich erfolgte, erfahren die jungen Programmierer in der nachfolgenden Praxistestung. 

Dass diese zeitgemäßen Lernfelder jedem Heranwachsenden der Schule angeboten werden können, liege nicht zuletzt an der sehr guten Ausstattung der Schule, wie Sebastian Bauer als an der Universität Konstanz ausgebildeter IT-Experte am Bildungszentrum betont. Neben zwei voll ausgestatteten PC-Räumen verfüge die Schule über zwei mobile Tablet-PC-Koffer und einen mit Laptops ausgestatteten Physikraum, sodass der Einsatz von moderner Informationstechnik im Unterricht zunehmend als Selbstverständlichkeit angesehen werde.

Bereits in Klasse 5 beginnen die Heranwachsenden mit einem Basiskurs zur Medienbildung. Nach diesem Schuljahr haben die Schülerinnen und Schüler vieles gelernt und so ist es ihnen nun möglich, gängige Textverarbeitungs- und Präsentationsprogrammen gezielt anzuwenden und auf interaktiven Arbeitsplattformen wie beispielsweise „Office365“ zu arbeiten. Die Wichtigkeit und den Erfolg dieses Basiskurses erkennt auch Stefan Sickinger, der nach seinem Kontaktstudium Informatik an der Universität Konstanz für die Funktionalität der Ausstattung am Bildungszentrum verantwortlich ist. Sickinger bemerkt die Qualität des Basiskurses an den informationstechnischen Fertigkeiten seiner Schülerinnen und Schüler in den Klassen 6 und 7, denn dort falle den Klassen „das Erstellen ansprechender PowerPoint-Präsentationen“ zunehmend leichter. Der Einsatz von IT werde so zu einem selbstverständlichen Element des Unterrichtsalltages.

Da bereits nach Klasse 7 die zentralen Grundlagen bezüglich gängiger Hard- und Softwareanwendungen sowie einfacher Programmierungen und Codierungen gelegt sind, startet in Klasse 8 das Wahlfach Informatik, indem für interessierte Schülerinnen und Schüler eine zunehmend vertiefte und professionalisierte informationstechnische Ausbildung erfolgt. Nun werden verschiedene Programmiersprachen ausgebaut und die Lernenden beginnen beispielsweise mit „mBots“, Roboter mittels ihres Smartphones oder einer Infrarotfernbedienung zu programmieren und zielgerichtet zu steuern. Bauer fügt im Gespräch über die Wichtigkeit dieser Bildungsinhalte hinzu, dass weitere Inhalte wie die digitale Kommunikation zwischen verschiedenen Endgeräten, das Entwerfen von Rechnernetzen oder das auditive Darstellen von Daten von großer Bedeutung seinen: „Das Wahlfach Informatik, das in Klasse 8 startet, ist auf jeden Fall ein richtiger Schritt. In immer mehr Berufsfeldern sind gründliche informationstechnische Kompetenzen von großer Bedeutung. Informationstechnik ist nicht mehr nur das Mittel zum Zweck, sie wird oft zum Zweck selbst. Da hat sich schon etwas geändert.“

Neben all diesen berufsbezogenen Inhalten bleiben die Gefahren der digitalen Revolution, gerade auch im privaten Bereich, nicht unberücksichtigt. In den Klassen fünf bis sieben werden die Grundlagen dafür sehr früh ausgebildet und die Kinder lernen die Gefahren, die beispielsweise in sozialen Netzwerken oder im Umgang mit persönlichen Daten lauern, kennen. Unterstützt wird diese Präventionsarbeit durch die Schulsozialarbeit, die mit dem Projekt KidsOnline Schüler und Eltern über die Gefahren des Internets aufklärt. Bauer und Sickinger sind sich der Bedeutung guter informationstechnischer Grundlagen für die berufliche und private Zukunft der Heranwachsenden an der Realschule in Wildberg bewusst und so arbeiten beide Lehrkräfte zusammen mit einem „Entwicklungsteam Informationstechnik“ und externer Unterstützung bereits an weiteren Ideen, wie technische Entwicklungen frühzeitig und gewinnbringend in den Unterrichtsalltag eingebaut werden können, denn die Informationstechnik, so Bauer, stelle die bislang wohl größte Revolution im beginnenden neuen Jahrtausend dar. Dem möchte die Schule mit ihrer Arbeit Rechnung tragen.