Bildungszentrum Wildberg

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Mitten im Leben – Themenorientierte Projekte am Bildungszentrum

Unter dieses Motto könnte man die schulischen Aktivitäten der ersten Themenwoche am Bildungszentrum stellen. Viele Klassenstufen beschäftigten sich meist projektartig mit Themenstellungen, die das aktuelle und spätere Leben der Schülerinnen und Schüler unmittelbar betreffen. Dabei bildeten die themenorientierten Projekte auch dieses Jahr wieder den Anlass zu dieser Themenwoche.

So sind die siebten Klassen beispielsweise engagiert und professionell in die Planung eines Schulfestes eingestiegen, das am Ende dieses Schuljahres stattfinden soll. Im sogenannten WVR-Projekt setzten sich die Schülerinnen und Schüler damit bereits in dieser Woche mit Themenstellungen wie Werbung, Finanzierung, Planung und Durchführung einer kulturellen Veranstaltung auseinander. Weniger geschäftig, aber nicht minder interessiert machten sich die achten  Klassen im Rahmen des Projektes „Soziales Engagement“ Gedanken darüber, weshalb soziales Engagement in der Gesellschaft wichtig ist und wie die Schülerinnen und Schüler in Praktika einen eigenen Beitrag zu einer gelingenden Gemeinschaft in unserem Land leisten können. Zudem wurden Grundaspekte einer gelungenen Kommunikation zwischen Menschen vielfältig und spielerisch betrachtet (siehe Bild: Wie eine Gemeinschaft funktioniert). Viele Schülerinnen des Bildungszentrums beginnen nach Klasse 10 einen der zahlreichen Ausbildungsberufe. Darauf bereitet unter anderem das Projekt „Berufsorientierung an Realschulen“ vor. In dieser Themenwoche wurden die Schülerinnen und Schüler gründlich auf ein Berufspraktikum vorbereitet, das sie zu Beginn des neuen Jahres ableisten werden.

Themenorientierte Projekte

Im Bildungsplan für die Realschulen sind vier „TOPe“ (Themenorientierte Projekte) verankert. Laut Bildungsplan gehören sie zum Regelangebot der Realschulen und sind ein wesentlicher Bestandteil ihres Profils. Neben Fächern und Fächerverbünden bilden sie eine eigene Unterrichtskategorie. Sie werden als fächerübergreifende Pflichtprojekte über die sechs Jahre Realschule angeboten. Die Realschule erweitert so die Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler und bietet eine nachhaltige Hilfestellung für Lebensplanung und berufliche Orientierung.

TOP TA (Technisches Arbeiten)

TOP SE (Soziales Engagemant)

Das TOP SE (Themenorientiertes Projekt Soziales Engagement) hat  laut Bildungsplan das Ziel, „Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Menschen zu wecken und zu fördern. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, eigene Stärken und Schwächen kennen zu lernen … und die eigene Sozialkompetenz zu stärken.“

Als Kompetenzen und Inhalte werden genannt:

Die Schülerinnen und Schüler können:

  • eigene soziale Fähigkeiten erkennen und für andere einsetzen,
  • durch ihr Verhalten gemeinschaftliches Leben in ihrem Umfeld fördern,
  • ihre Klassen- und Schulgemeinschaft als soziales Gefüge begreifen und förderliche Einwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für die Gemeinschaft kennen und einsetzen,
  • Konflikte partnerschaftlich lösen,
  • soziale Einrichtungen erkunden und darstellen (Lerngang, Exkursion)
  • über ihr soziales Engagement reflektieren und es dokumentieren
  • für andere verlässlich Verantwortung im ehrenamtlichen Bereich (in der Schule, in Vereinen, in Kirchen und als (Junior-)Mentoren) übernehmen
  • zu sozialem Engagement einen eigenen Standpunkt einnehmen und darüber reflektieren.

Mehr zum TOP SE auf dem Landesbildungsserver

TOP WVR (Wirtschaften - Verwalten - Recht)

"Eine immer komplexer werdende Lebens-, Berufs- und Arbeitswelt verlangt von den Absolventinnen und Absolventen der Realschule fundierte Fachkompetenz ebenso wie methodische, soziale und personale Kompetenzen. Diese nachhaltig zu fördern ist das zentrale Anliegen des TOP´s  (ThemenOrietiertes Projekt Wirtschaften, Verwalten und Recht), das seit 1996/97 an den Realschule erprobt und 2001/02 flächendeckend eingeführt wurde. Damit ist WVR das „älteste“ unter den TOPen.

Schülerinnen und Schüler erlangen im TOP WVR Einsichten in die Bedeutung der arbeitsteiligen Wirtschaft, in Organisationsabläufe und Verwaltungstätigkeiten sowie die dazu gehörigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Sie arbeiten nach der Projektmethode an einem selbst gewählten Thema, planen das Projekt, führen es durch und präsentieren es, evaluieren den Prozess und das Ergebnis.

Der projektorientierte Ansatz von WVR verändert die Schüler- und Lehrerrolle. Lehrerinnen und Lehrer sind in erster Linie Berater, Moderatoren und Koordinatoren, weniger Wissensvermittler. Schülerinnen und Schüler sind gleichberechtigte Partner.

Die Öffnung von Schule ist ein zentrales Anliegen des TOP´s WVR. Kontakte zur örtlichen Wirtschaft, die Zusammenarbeit mit Institutionen des Verwaltungs- und Rechtswesens und sozialen Institutionen ermöglicht Einblicke in die Realität und die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt.

TOP WVR ist ein zweistündiges „Klammer“-Fach, d.h. die benötigten Stunden entstammen dem Kontingent anderer Fächer. Durchgeführt werden kann es von Klasse 7 bis 10 je nach Absprachen bzw. Beschlüssen an der Schule. Ein Testat, das dem Zeugnis beigelegt wird, informiert über das Projekt und die individuell erbrachten Leistungen."

Quelle: Landesbildungsserver

TOP BORS - Themenorientiertes Projekt BerufsOrientierung an RealSchulen

Die Realschule vermittelt eine erweiterte allgemeine Bildung als Grundlage einer Berufsausbildung oder weiterführender schulischer Bildungsgänge. Daher hat die Berufsorientierung in der Realschule (BORS) im 9. Schuljahr einen besonderen Stellenwert. Sie ist Bestandteil des Pflichtunterrichts im Fach EWG (Fächerverbund aus Erdkunde, Wirtschaft und Gemeinschaftskunde).

Aber auch in anderen Fächern wie Religionslehre, Deutsch, Technik oder Mensch und Umwelt erhalten die SchülerInnen exemplarisch Informationen über unterschiedliche Berufe. Das Erkennen eigener Interessen, Fähigkeiten und Berufswünsche, Informationen zu Berufserkundung und Bewerbungsverfahren, das Erstellen eines Bewerbungsschreibens mit Lebenslauf, Bewerbungs- und Vorstellungsgespräche, Eignungstests sowie Informationsbeschaffung und -verarbeitung rund um Ausbildung und Beruf bilden inhaltliche Schwerpunkte des Unterrichts.

Diese Inhalte werden ergänzt durch Besuche beim Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur (BIZ) und der freiwilligen Teilnahme der SchülerInnen an einem Berufseignungstest.

In einem einwöchigen Praktikum können die SchülerInnen ihre beruflichen Vorüberlegungen praxisnah in einer selbst gewählten Praktikumsstelle überprüfen, ehe sie sich in den darauf folgenden Sommerferien mit dem Zeugnis der Klasse 9 um Ausbildungsplätze bewerben, wenn sie nicht weiterführende schulische Bildungsgänge, wie z.B. das Wirtschaftsgymnasium o.ä. besuchen, um dort die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

Mehr zum TOP BORS auf dem Landesbildungsserver